Was bewegt Schule?

 

Was bewegt Schule?

 

Diese Frage stellt sich mir recht oft. Ich finde sie unglaublich spannend.

Ich bin mir sicher, wenn ich 10 Leute hierzu befragen würde, würde ich 10 verschiedene Antworten bekommen. Jeder hat andere Vorstellungen, Erwartungen und Erfahrungen im Bezug auf Schule. Der Boni-Blog wird sich dieser Frage daher in den nächsten Beiträgen von verschiedenen Seiten her nähern.

Diesmal geht es darum, was unsere Schüler und die baldigen Schulneulinge in den letzten Wochen besonders „bewegt“ hat.

„Bewegung“ wird hierbei also ganz wörtlich genommen...

1)    Das ADAC-Turnier: Wer sich sicher bewegt, hat viel gewonnen!

Im Mai hat sich unser Schulhof zu einem Übungsparcours verwandelt. Es wurden Markierungen aufgemalt und Strecken mit Hütchen abgesteckt. Diese dienten dazu, dass die Kinder des 3. Und 4. Jahrgangs für ihr ADAC-Turnier üben konnten. Ziel war und ist es dabei, sich mit dem Fahrrad sicher im Straßenverkehr bewegen zu können.

Liebe Kinder: es war schön zu sehen, wie eifrig Ihr für diese Prüfung geübt habt.

Und es hat sich geloht. Alle haben bestanden und bei der Urkundenvergabe am 05.06. wurden alle Mühen und Leistungen noch einmal in der Schulgemeinschaft gelobt.

2)    Die Bundesjugendspiele: Dabei sein ist alles!

Am 04.06. konnten die Bundesjugendspiele in Leichtathletik bei guten Wetterverhältnissen stattfinden. Dieser Wettkampf ist jedes Jahr auf´s Neue ein besonderes Ereignis. Alle Kinder haben vorher im Sportunterricht Werfen, Springen und Laufen geübt. Viele Kinder freuen sich immer besonders auf diesen Tag. Trotzdem sind Einige recht aufgeregt gewesen. Das ist auch verständlich und normal: Ein Wettkampf ist eben ein Wettkampf...

Wir sind stolz auf Euch Kinder, wie gut Ihr den sportlichen Wettkampf bewältigt habt, unabhängig von der Form der Urkunde! Denkt immer daran: Nicht jeder kann alles gut, jeder hat irgendwo eine ganz besondere Stärke! Nur so bleibt es für alle bereichernd und interessant, nur so kann man voneinander lernen.

Und: DABEI SEIN IST ALLES!

Dieser Tag ist jedes Jahr mit viel Organisation verbunden und wir freuen uns, dass wir immer so viele Eltern-Helfer hierfür gewinnen können. Herzlichen Dank dafür!

 3)    Der Besuch der Schulneulinge: Jubel. Trubel. Heiterkeit! 

Am 05.06. haben uns unsere zukünftigen Schulneulinge besucht. Da war viel los bei uns und viel frischer Schwung wehte durch unsere Gänge. 

Der Schulkindergarten und die Jahrgänge 1 und 2 haben mit den Vorschulkindern einen sehr erlebnisreichen Vormittag gestaltet. Zum Beispiel wurde gemeinsam geschrieben, gemalt, musiziert, getanzt und auf dem auf dem Schulhof getobt. Es war wirklich ein bewegter Schulvormittag und alle Kinder hatten später viel zu berichten (wie mir erzählt wurde :-)).

Wir freuen uns schon darauf, unsere zukünftigen Schülerinnen und Schüler bald ganz in unser Schulgemeinschaft begrüßen zu können.  

 Bei so vielen Aktionen wird klar:

Wir sind gern in Bewegung! Es bringt uns voran und gibt uns neuen Schwung, auch wenn es manchmal Kraft kostet (wie zum Beispiel bei den Bundesjugendspielen oder nach einem langen Schulvormittag).

Und es sind immer wieder in erster Linie die Kinder, die diesen Schwung auf vielfältige Weise erzeugen.

Liebe Kinder, was euch bewegt, bewegt uns und unsere Schule!

 

Auf bald und mit Schwung,

Katharina Korves und das Boni-Team

 

 

 

 

 

 

 

 

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Boni-Blog vom Mai 2019:

 

 

 

 

„Ein Tag im Wald – oder: wie wir Bonis zu Waldexperten wurden“

 

Freitag, 10.05.2019, 8 Uhr. Etliche „Boni´s“ (so werden alle Kinder, Eltern und Lehrer der Bonifatiusschule hier genannt) stehen erwartungsvoll am Treffpunkt „Flugplatz“ im Wachendorfer Waldgebiet. Es ist ein Glück trocken und regnet nicht. Lediglich der Waldboden zeugt vom Regen der vergangenen Nacht. „Was für ein Glück“ höre ich hier und da einige Stimmen und denke: „Ja, das kann wirklich ein guter Tag werden“.

 

Die Ralley beginnt 

Frau Grewe begrüßt alle Bonis und bringt etwas Ruhe in die große Menschenmenge. Eltern und Kinder finden sich zu Gruppen zusammen, jeder hat einen Platz, jeder ist wichtig. Und das ist ernst gemeint: nur, weil sich alle an diesem Morgen wie verabredet eingefunden haben und in unterschiedlichen Teams zusammenkommen, kann die Ralley überhaupt beginnen. Es kommt Pfadfinder-Gefühl auf... Spannung, Entdeckergeist, Freude, Gemeinschaft.

Frau Grewe gibt letzte Erklärungen und dann das Startzeichen. Ich bin beeindruckt: die anfänglich unübersichtlich wirkende Menge marschiert sehr zielgerichtet los. Alle Kinder haben „Schatzkisten“ zum Sammeln von Naturschätzen in der Hand. Die Riegenführer – viele hilfsbereite Eltern – sind mit Karte und Laufzettel ausgerüstet und führen „ihre“ Kindergruppe in ein erlebnisreiches Abendteuer hinein. Ein schönes Bild.

 

Sammeln, Suchen, Spielen 

Das Waldgebiet, das vom Team der Bonifatiusschule für die Waldralley vorbereitet wurde, ist weitläufig. 13 Spiel- und Rätsel-Stationen finden sich auf gut 100 Hektar verteilt. Wir Lehrerinnen wissen, eine so große Wanderung ist für viele Kinder eine Herausforderung. Aber wir wissen auch um die großen Kräfte, die in Kindern stecken und um die unerschöpfliche Neugier und Begeisterungsfähigkeit für Abenteuer. Auf meinem Weg durch das Waldgebiet stelle ich beeindruckt fest, wie toll die Kinder als Team „funktionieren“, wie interessiert sie an den Naturdingen um sie herum sind und mit wie viel Einsatz und Freude sie die Waldstationen bewältigen. Sie ordnen Tierspuren zu, überqueren einen Geschicklichkeitsparcours, zielen „Frösche“ in ein Gefäß, „stapeln“ sich auf einem Baumstumpf, Rätseln über Dinge aus dem Wald und stellen zeichnerisch als „Montagsmaler“ die Natur dar. Zwischendurch und nebenbei sind sie ganz mit der Natur verbunden, indem sie den Wald erkunden mit Dingen, die sie als wertvoll für ihre Schatzkiste erachten.

Liebe Kinder, wir haben gesehen, mit wie viel Eifer ihr die Aufgaben bewältigt und den Wald erkundet habt. Das beeindruckt!

Und die Eltern? Liebe Eltern, Sie sind die Unterstützer, die in diesem Abenteuer Ihre Gruppe motivieren, anfeuern, im Zweifel Wege und Lösungen finden oder aber an den „Tankstellen“ für Nachschub sorgen (so lange es möglich ist...).

Das ist wertvoll!

 

Was knurrt denn da?

Tatsächlich mussten die Eltern gegen Mitte des Vormittags eine ungeplante Aufgabe übernehmen. Denn was zunehmend knurrte, waren nicht etwa wilde Tiere, sondern die Mägen unserer Schüler. Leider haben wir Lehrerinnen unterschätzt, wie hungrig die Waldluft und eine Wanderung macht. Nachdem also die Tankstellen „leergegessen“ waren, kam für viele ein Moment der Erschöpfung auf. Oje, wie soll man nur hungrig so viele Aufgaben erledigen? Wie soll der Kopf nur voll werden, wenn der Bauch leer ist? Dieses Rätsel entwickelte sich im Laufe unserer Waldralley zunehmend zum Problem. Aber auch hier zeigte sich wieder, ein „Boni“ lässt sich nicht so schnell unterkriegen und für jedes Problem gibt es eine Lösung...

 

Bonis können viel.

Die Lösung lautete: ermutigen, nicht unterkriegen lassen und Nahrung beschaffen. Manchmal muss man umdenken und flexibel auf Situationen eingehen. Es ereilen mich im laufen des Wald-Vormittags einige Anrufe und Aufrufe: „Frau Korves, wir brauchen „Nachschub.“ „Nur die Ruhe bewahren“, denke ich und mache mich in Absprache mit Frau Grewe auf den Weg. Zusätzlich fährt noch eine andere Mutter los. Innerhalb der nächsten Stunde fahre ich 2 Mal zum Supermarkt und zurück und versorge zwischendurch Kinder und Mütter. Nichtdestotrotz marschieren „unsere Kinder“ scheinbar unermüdlich ihrem Ziel entgegen: alle Stationen schaffen und möglichst viele Punkte als Team sammeln. Ich stelle fest: um 12 Uhr sind alle Bonis wieder am Flugplatz vereint. Die Stimmung ist gelöst. Kinder tollen über die Wiese, einige stärken sich noch an den Brötchen, Bananen oder Würstchen, die noch nachgeliefert wurden. Man spürt gleichermaßen die Erschöpfung und die Erleichterung über die Erreichung des Ziels. Frau Grewe und ihr Team werten die Laufzettel und die Punkte aus. Es wird schnell klar: die Kinder sind außerordentlich stark gewesen (trotz zwischenzeitlichem Hunger). Ich nehme Stimmen wahr: „Das wäre geschafft“ „Das war ein Abenteuer“, „Ohne Brötchen-Nachschub...“, „Also wir haben alle Aufgaben gelöst“, „Das war echt cool“...

Die Siegerehrung erfolgt. Frau Grewe verkündet, wie knapp die Ergebnisse beieinanderliegen und wie deutlich sich der große Einsatz der Gruppen abzeichnet. Na klar, es können nicht alle gewinnen. Aber jeder Einsatz und jedes Kind sind uns wertvoll.

 

Ende gut – alles gut.

Am Ende des Vormittags ist klar:

  • Alle Bonis haben sich außerordentlich stark eingesetzt.
  • Wir sind eindeutig zu Waldexperten geworden und haben zusätzlich erfahren, was man in „der Wildnis“  dringend braucht (Nahrung)
  • Es ist eine Gemeinschaftsleistung: Gemeinsam sind wir stark!

 

Ich erinnere mich an meine Gedanken vom Beginn und stelle fest: „Ja, das war ein guter Tag.

 

Wir danken allen Kindern und Helfern für diesen erlebnisreichen Waldtag!

 

Im Namen des Boni-Teams:

Katharina Korves

 

 

Nachtrag...Take-Offs...Kinderstimmen zur Projektwoche

Eine Auswertung mit den Kindern ergab, dass alle Projekttage Spaß gemacht haben und es viel Interessantes zu entdecken gab. Vielen Kindern hat besonders der Besuch des Jägers und der Waldtag gefallen. Alle Experten haben die Kinder begeistert und eine tolle Arbeit bei uns an der Schulegeleistet.

Wir bedanken uns ausdrücklich dafür!!!

 

Kinderstimmen:

"Es ist im Wald cool gewesen. Der Jäger am Mittwoch hat mi auch sehr gut gefallen. Er hat uns über die Tiere und die Jagd erzählt. Ich hatte die ganze Woche Spaß am Spielen und Lernen." (Theresa)

"Die Projektwoche war toll, weil es so viele Stationen gab und wir keine Hausaufgaben hatten" (Jesse)

"Der Waldtag war für mich der Beste, wie wir viele Aktionen gemacht haben" (Ole)

"Ich habe besonders viel über Bienen, Wald und Moor gelernt" (Samira)

"Wir haben am Freitag im Wald Rehe und Hasen gesehen" (Klasse 3a)