Was bewegt Schule?

Was Schule bewegt?

Eine Frage der Perspektiven, Zielen und Verantwortung 

 

In „der Schule“ ist es doch so: da sind viele Menschen (Kinder und Erwachsene), Ansprüche und Erwartungen, die mal im Einklang schwingen und mal unharmonisch aufeinander prellen. Wie im normalen Leben eben. Gerade im Zeitalter der Inklusion ist Vielfältigkeit ein zentrales Faktum unseres gemeinsamen Weges. Schule ist Vielfalt, das ist unumstritten. Und im Umkehrschluss ist Schule vielfältig bewegt. 

Seit vier Wochen nun sind wir schon wieder „in Betrieb“. 

Es ist eine Menge passiert in dieser Zeit. Gerade für die Schulneulinge ist etwas völlig Neues angebrochen. Aber auch für die 3.-Klässler ist es eine bewegende Zeit. Das erste Jahr mit Notengebung erwartet sie. Man könnte dies weiter und weiter denken. Letztlich ist jedem „Neuanfang“ ein ganz besonderer Zauber, aber auch eine ganz besondere Spannung inne. Und die hat es in sich. Positiv, aber manchmal leider auch negativ. Unser Bestreben ist stets, das Bestmögliche für jedes Kind zu realisieren und kein Kind aus dem Blick zu verlieren. Auch das ist ein gewaltiger und bewegender Anspruch...

Jeder hat seine Perspektive. Oder sogar mehrere Perspektiven. Wie zum Beispiel ich...

Als Lehrerin kenne ich mich aus.

Ich habe ausbildungsbedingt (Lehramt an Grund-, Haupt- und Realschulen) sowohl an einer Grundschule, einer Hauptschule und einer Realschule gearbeitet, viele Lehrerkolleginnen und -kollegen kennen gelernt, viele Konferenzen erlebt, viele Schüler in mehreren Fächern unterrichtet und bei vielen Schulaktivitäten mitgemacht. Ich weiß: es gibt nicht pauschal „die“ Schüler oder „die“ Lehrer oder gar „die“ Schule. Auch ich bin nicht pauschal „die“ Lehrerin Frau Korves. Schließlich habe ich mich immer wieder neu auf Schulen, Kollegen und natürlich Schüler eingestellt, wodurch ich mich jedes Mal weiterentwickeln konnte. Obwohl es viele gute Momente gab, war es nicht immer einfach und toll, nein! Ich habe auch manches Mal in unterschiedlichen Zusammenhängen gedacht: „so kann es nicht sein“ oder auch „so kann und will ich nicht arbeiten“. Die Erwartungen an den Berufsstand Lehrer sind enorm hoch und vielfältig. Gleichzeitig ist das Ansehen in der Gesellschaft nicht gerade sehr positiv. Das kann schon ziemlich belastend sein. Ich habe das Glück gehabt, mit Kolleginnen und Menschen reden zu können. Aus diesen Gesprächen weiß ich, dass die individuelle Sichtweise unglaublich ausschlaggebend ist, sowohl für das eigene Wohlbefinden und auch für die Kinder, Eltern und letztlich für die Schulentwicklung. Meine Erfahrungen und Dialoge haben mich auf Themen gestoßen, die ich für unglaublich wichtig erachte und mit deren Auseinandersetzung ich mich weiterbewegen konnte. Zentral bei allen Überlegungen ist doch die Frage: Was brauchen Kinder? Was bewegt sie, was ist wichtig für sie und ihre erfolgreiche Zukunftsgestaltung?Darum geht es im Kern! Diese Fragen sind für uns Lehrerinnen berufsentscheidend. Für Eltern sind sie obligatorisch. Sie sind zentraler Bestandteil ihrer Verantwortung und Ihrer Liebe zum Kind! Auch ich bin Mutter.

Als Mutter eines 3- und eines 9-jährigen Sohnes habe ich viele Hoffnungen.

Ich wünsche mir, dass sie Vieles von ihren Potentialen in Schule einfließen lassen können, dass sie viele Erfahrungen der Selbstwirksamkeit machen dürfen und viele glückliche Schulmomente erleben werden. Ich wünsche mir, dass sie umfassend auf das Leben nach der Schulzeit vorbreitet werden und dass sie die Vielfalt der Gesellschaft positiv erfahren können. Ich wünsche mir Lehrerinnen und Lehrer für sie, die sie bestmöglich fördern und fordern; ich wünsche mir aber auch ein Schulsystem, dass sie nicht überfordert. Letztlich will ich sie gut aufgehoben wissen und keine Angst haben müssen, dass sie fehl am Platze sind.  Ich möchte als Mutter gerne mitwirken können, aber ich möchte nicht das Gefühl haben, dass ich Kontrolle ausüben muss. Ich möchte gerne vertrauen können. Jetzt frage ich mich: Ist das realistisch? Ist das zu viel gewünscht? 

Diese Sichtweise ist im Vergleich mit der vorherigen sozusagen eine völlig „unprofessionelle“. Sie ist eine rein mütterliche und sie spiegelt, dass ich als Mutter ganz anders reflektiere und anders bewegt bin.

Und trotzdem ist auch diese Perspektive wichtig. 

Ich glaube, Schule bewegt im Großen, was mich bzw. was uns individuell im Kleinen bewegt.

Deshalb ist es uns an der Bonifatiusschule ein bewusstes Anliegen, zu erfahren, was Sie bewegt. Unsere Schule lebt vom Austausch, von der Gemeinschaft. Es ist uns nicht egal, was sie bewegt. Wir bauen auf Ihre Expertise und auf Ihre Verantwortung gegenüber Ihrem Kind!

Liebe Kinder, Ihr seid uns wichtig. Um EUCH geht es. Deshalb ist uns daran gelegen, eine gute Beziehung zu Euch aufzubauen, damit Ihr Euch geborgen fühlt und gut lernen und wachsen könnt.

Und wir wollen immer wieder gern wissen:

Was bewegt Euch?

Es grüßt im Namen des Boni-Teams

Katharina Korves

 

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Was Schule bewegt

Mit frischem Wind ins neue Schuljahr

Es ist soweit: ein neues Schuljahr beginnt. Eine lange Ferienzeit ist vorbei und wir freuen uns auf die Kinder, auf neue Erlebnisse, Feiern, Begegnungen und frische neue Erfahrungen.

 

Und wir freuen uns darauf, nette Menschen wiederzusehen, mit denen man gern zusammen ist.

 

Das Gemeinsame ist das Schöne.

 

Deshalb haben wir am Dienstag, den 13.08.2019 einen Kollegiumsausflug nach Norderney gemacht. Das hatte schon ein bisschen was von Klassenfahrt, als wir um kurz vor 7 Uhr am Bahnhof standen, die Müdigkeit noch im Gesicht, und uns herzlich begrüßten.

 

Vier Stunden später stehen wir am Hafen von Norderney. Die Stimmung super, das Wetter noch rau. Wir gehen am Strand entlang zur ersten Station. Die Luft ist kühl, das Meer stürmisch, die Wolken verdecken die Sonne und ein paar Tropfen Regen verfangen sich in unseren Jacken und durchnässen unsere Schuhe. Ja, wir nehmen deutlich wahr, dass das Wetter nicht so optimal ist, wie wir uns das vorher gewünscht hatten. Aber kommt es darauf an?

 

Es kommt immer darauf an, das Beste aus allem zu machen.

 

Genau das machen wir auch. Schließlich wussten wir vorher, dass es stürmisch und verregnet werden würde. Tatsächlich hatten wir sogar überlegt, das Ganze abzusagen. Aber letztlich haben wir uns mit vielen gegenseitigen Aufmunterungen für dieses Abenteuer entschieden.

 

Nach 20 Minuten Fußmarsch erreichen wir die Milchbar. Meine Füße sind „klattschnass“. Ich sinke neben den Kolleginnen in den Stuhl und ärgere mich über meine falsche Schuhwahl. Und da sind sie wieder, die netten Aufmunterungen, die ich an diesem Team so schätze. Es werden mir einige lustige Möglichkeiten vorgeschlagen, wie ich nun den Tag ohne Erkältung überstehen könnte. Nach 10 Minuten habe ich mein „Problem“ vergessen. Wie herrlich...

 

Wenn´s läuft, dann läuft´s.

 

Eine Stunde später hat sich das schlechte Wetter verflogen und wir entscheiden, weiter zu laufen. Wir laufen einige Kilometer am Strand und durch Dünen. Tatsächlich schaut zwischendurch die Sonne hinter den Wolken hervor. Es ist ein wirklich schöner Marsch. Ich erfahre so viele schöne Urlaubs- und Feriengeschichten. Und fast wie von selbst und nebenbei, tragen uns unsere teils sehr nassen Schuhe weiter. Wir laufen einfach dem Ziel entgegen und freuen uns über diese und jene Anekdote. Und dann sind wir am Ziel: Die weiße Düne.

 

Ein Ziel zu erreichen ist schön, es gemeinsam zu erleben ist fantastisch.

 

Wir genießen unsere Zeit an der weißen Düne und vergessen für eine ganze Weile, dass wir ja nur für einen Tag hier auf der Insel sind. Die Zeit verfliegt und ZACK müssen wir uns auf den Rückweg machen...

 

Um 21 Uhr fährt der Zug im Lingener Bahnhof ein. Ich bin müde. Aber um ein besonderes Erlebnis reicher. Dieser Ausflug war deshalb so besonders, weil wir ein Vorhaben mit ganz viel Motivation, Ausdauer und Gemeinschaftsgefühl erlebt haben.

 

Ach ja...genauso ist es übrigens in der Schule.

 

Wir wünschen allen Kindern und Eltern einen guten Start ins Schuljahr. Es wird ein gemeinsames Abenteuer mit viel frischem Wind werden. Wir freuen uns drauf. Und wir wünschen allen viel Motivation, Ausdauer und Gemeinschaftsgefühl.

  

Es grüßt herzlich im Namen des Boni-Teams,

 

Katharina Korves

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Was Schule bewegt – Teil 2

 

Oder: Worauf es wirklich ankommt

Es ist eine schöne, aber auch spannungsvolle Stimmung aktuell in der Schule. Man kann es überall lesen: In den Köpfen unserer Schüler und in den Köpfen des Boni-Teams ist ein Gedanke ganz offensichtlich:

 

FERIEN

Und an Diesen ist ein weiterer Begriff am Schuljahresende fest geknüpft:

 

Zeugnisse

Diese beiden Begriffe bewegen uns besonders in den letzten Wochen. Man spürt eine Mischung aus großer Vorfreude, aber auch zunehmender Erschöpfung.

Im Juni wurden noch einige Tests geschrieben, Prüfungen abgelegt, Arbeiten beendet, für die Abschiedsfeier und den Gottesdienst geübt. Da kommt ganz schön was zusammen.

Außerdem sind alle Klassen zur Freilichtbühne gefahren und viele haben klasseninterne Feiern gestaltet. Ich finde das beeindruckend. Es lässt erahnen, wie viele Eindrücke unsere Kinder (und auch wir Lehrerinnen) sammeln. Und das nur im Juni. Weitergedacht und rückblickend für dieses Schuljahr, kommt eine ziemlich große Summe an Erlebnissen und Erfahrungen zusammen. Es liegt auf der Hand: Schule ist mehr als nur Lernen und Leistung.

Aber trotzdem bewegt viele Kinder gerade so kurz vor den Zeugnissen auch folgender Gedanke:

 

„Werde ich noch die 2 in Englisch schaffen?“ oder: „Hoffentlich wird mein Zeugnis gut ausfallen...“

 

So oder so ähnlich geistert es durch viele Köpfe. Dahinter steht das Streben nach „Erfolg“, der Wunsch „mithalten zu können“ und die Anstrengungen im Schuljahr „belohnt zu wissen“.

Letztlich jedoch – und das ist entscheidend – steht dahinter das Grundbedürfnis nach Selbstwirksamkeit und Selbstwertgefühl. Nach Anerkennung. Jedes Kind – übrigens genau wie jeder Erwachsene – strebt doch danach, sich selbst und seine Leistung bestätigt zu wissen; und zwar bestmöglich.

 

Anerkennung ist der beste Motor für Motivation

 

Ich beobachte es jeden Tag. Bei meinen eigenen Kindern wie auch in der Schule. Die größte Tatkraft entsteht durch positive Eindrücke und Gefühle. Aber was tun, wenn die „Tat“, die „Leistung“ objektiv nicht gerade eine Glanzleistung ist? Dann ist nicht so einfach, ein anerkennendes Gefühl und neue Antriebskraft zu erzeugen.

Dann ist es manchmal eine Gradwanderung.

 

Ich denke in solchen Situationen manchmal an eine Erinnerung aus meiner Kindheit:

Ich komme aus dem Kindergarten und habe ein Bild gemalt. Darauf ist meine Familie abgebildet: Fünf Strichmännchen, oder besser Kopffüßler. Die Köpfe wie Eier, die Finger wenige krumme Striche, die Augen dicke schiefe Kringel. Ganz objektiv ist ein absolut kein Kunstwerk, keine großartige Leistung für ein Kind kurz vor der Einschulung. ABER: ich weiß noch genau, wie ich da saß am Maltisch und wie ich mich bemüht habe, meine Familie vollständig und treffend abzubilden. Ich habe mir Mühe gegeben, vielleicht sogar mein Bestes. Und ich bin meinen Eltern bis heute dankbar, dass sie mich für diese „mickrige“ Leistung belohnt haben: mit Anerkennung. Dieses Bild hängt auch heute noch im Büro meines Vaters. Und bei mir blieb und bleibt bis heute ein Gefühl der Wertschätzung meiner Person und meiner Bemühungen. (Übrigens habe ich später im Lehramtsstudium unter anderem Kunst studiert.)  

 

Es ist wichtig, das GROßE GANZE zu sehen.

Ich erzähle das, weil ich euch Kindern und Ihnen als Eltern Mut machen möchte, das Große Ganze nicht aus den Augen zu verlieren. Ein Zeugnis ist ein Beleg über die objektiven Leistungen während eines relativ kurzen Zeitabschnitts im Leben. Es sagt nur ein bisschen was über die ganze Person.

 

Die 2 in Englisch ist toll, aber auch mit einer 5 ist ein Mensch nicht weniger wertvoll. Klar, natürlich ist Englisch wichtig. Das lässt sich nicht bestreiten. Aber auch mit einer 5 will (und muss!) man weiter motiviert werden. Das gelingt mit Wertschätzung der PERSON als Ganzes und dem einen oder anderen aufmunternden und anerkennenden Wort einfach besser.

 

Wer weiß schon, welche Talente in ihr oder ihm schlummern. Andere eben!

Es grüßt im Namen des Boni-Teams und voller Anerkennung für alle Schülerinnen und Schüler,

Katharina Korves

PS: SCHÖNE FERIEN

 

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Was bewegt Schule?

 

Diese Frage stellt sich mir recht oft. Ich finde sie unglaublich spannend.

Ich bin mir sicher, wenn ich 10 Leute hierzu befragen würde, würde ich 10 verschiedene Antworten bekommen. Jeder hat andere Vorstellungen, Erwartungen und Erfahrungen im Bezug auf Schule. Der Boni-Blog wird sich dieser Frage daher in den nächsten Beiträgen von verschiedenen Seiten her nähern.

Diesmal geht es darum, was unsere Schüler und die baldigen Schulneulinge in den letzten Wochen besonders „bewegt“ hat.

„Bewegung“ wird hierbei also ganz wörtlich genommen...

1)    Das ADAC-Turnier: Wer sich sicher bewegt, hat viel gewonnen!

Im Mai hat sich unser Schulhof zu einem Übungsparcours verwandelt. Es wurden Markierungen aufgemalt und Strecken mit Hütchen abgesteckt. Diese dienten dazu, dass die Kinder des 3. Und 4. Jahrgangs für ihr ADAC-Turnier üben konnten. Ziel war und ist es dabei, sich mit dem Fahrrad sicher im Straßenverkehr bewegen zu können.

Liebe Kinder: es war schön zu sehen, wie eifrig Ihr für diese Prüfung geübt habt.

Und es hat sich geloht. Alle haben bestanden und bei der Urkundenvergabe am 05.06. wurden alle Mühen und Leistungen noch einmal in der Schulgemeinschaft gelobt.

2)    Die Bundesjugendspiele: Dabei sein ist alles!

Am 04.06. konnten die Bundesjugendspiele in Leichtathletik bei guten Wetterverhältnissen stattfinden. Dieser Wettkampf ist jedes Jahr auf´s Neue ein besonderes Ereignis. Alle Kinder haben vorher im Sportunterricht Werfen, Springen und Laufen geübt. Viele Kinder freuen sich immer besonders auf diesen Tag. Trotzdem sind Einige recht aufgeregt gewesen. Das ist auch verständlich und normal: Ein Wettkampf ist eben ein Wettkampf...

Wir sind stolz auf Euch Kinder, wie gut Ihr den sportlichen Wettkampf bewältigt habt, unabhängig von der Form der Urkunde! Denkt immer daran: Nicht jeder kann alles gut, jeder hat irgendwo eine ganz besondere Stärke! Nur so bleibt es für alle bereichernd und interessant, nur so kann man voneinander lernen.

Und: DABEI SEIN IST ALLES!

Dieser Tag ist jedes Jahr mit viel Organisation verbunden und wir freuen uns, dass wir immer so viele Eltern-Helfer hierfür gewinnen können. Herzlichen Dank dafür!

 3)    Der Besuch der Schulneulinge: Jubel. Trubel. Heiterkeit! 

Am 05.06. haben uns unsere zukünftigen Schulneulinge besucht. Da war viel los bei uns und viel frischer Schwung wehte durch unsere Gänge. 

Der Schulkindergarten und die Jahrgänge 1 und 2 haben mit den Vorschulkindern einen sehr erlebnisreichen Vormittag gestaltet. Zum Beispiel wurde gemeinsam geschrieben, gemalt, musiziert, getanzt und auf dem auf dem Schulhof getobt. Es war wirklich ein bewegter Schulvormittag und alle Kinder hatten später viel zu berichten (wie mir erzählt wurde :-)).

Wir freuen uns schon darauf, unsere zukünftigen Schülerinnen und Schüler bald ganz in unser Schulgemeinschaft begrüßen zu können.  

 Bei so vielen Aktionen wird klar:

Wir sind gern in Bewegung! Es bringt uns voran und gibt uns neuen Schwung, auch wenn es manchmal Kraft kostet (wie zum Beispiel bei den Bundesjugendspielen oder nach einem langen Schulvormittag).

Und es sind immer wieder in erster Linie die Kinder, die diesen Schwung auf vielfältige Weise erzeugen.

Liebe Kinder, was euch bewegt, bewegt uns und unsere Schule!

 

Auf bald und mit Schwung,

Katharina Korves und das Boni-Team

 

 

 

 

 

 

 

 

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Boni-Blog vom Mai 2019:

 

 

 

 

„Ein Tag im Wald – oder: wie wir Bonis zu Waldexperten wurden“

 

Freitag, 10.05.2019, 8 Uhr. Etliche „Boni´s“ (so werden alle Kinder, Eltern und Lehrer der Bonifatiusschule hier genannt) stehen erwartungsvoll am Treffpunkt „Flugplatz“ im Wachendorfer Waldgebiet. Es ist ein Glück trocken und regnet nicht. Lediglich der Waldboden zeugt vom Regen der vergangenen Nacht. „Was für ein Glück“ höre ich hier und da einige Stimmen und denke: „Ja, das kann wirklich ein guter Tag werden“.

 

Die Ralley beginnt 

Frau Grewe begrüßt alle Bonis und bringt etwas Ruhe in die große Menschenmenge. Eltern und Kinder finden sich zu Gruppen zusammen, jeder hat einen Platz, jeder ist wichtig. Und das ist ernst gemeint: nur, weil sich alle an diesem Morgen wie verabredet eingefunden haben und in unterschiedlichen Teams zusammenkommen, kann die Ralley überhaupt beginnen. Es kommt Pfadfinder-Gefühl auf... Spannung, Entdeckergeist, Freude, Gemeinschaft.

Frau Grewe gibt letzte Erklärungen und dann das Startzeichen. Ich bin beeindruckt: die anfänglich unübersichtlich wirkende Menge marschiert sehr zielgerichtet los. Alle Kinder haben „Schatzkisten“ zum Sammeln von Naturschätzen in der Hand. Die Riegenführer – viele hilfsbereite Eltern – sind mit Karte und Laufzettel ausgerüstet und führen „ihre“ Kindergruppe in ein erlebnisreiches Abendteuer hinein. Ein schönes Bild.

 

Sammeln, Suchen, Spielen 

Das Waldgebiet, das vom Team der Bonifatiusschule für die Waldralley vorbereitet wurde, ist weitläufig. 13 Spiel- und Rätsel-Stationen finden sich auf gut 100 Hektar verteilt. Wir Lehrerinnen wissen, eine so große Wanderung ist für viele Kinder eine Herausforderung. Aber wir wissen auch um die großen Kräfte, die in Kindern stecken und um die unerschöpfliche Neugier und Begeisterungsfähigkeit für Abenteuer. Auf meinem Weg durch das Waldgebiet stelle ich beeindruckt fest, wie toll die Kinder als Team „funktionieren“, wie interessiert sie an den Naturdingen um sie herum sind und mit wie viel Einsatz und Freude sie die Waldstationen bewältigen. Sie ordnen Tierspuren zu, überqueren einen Geschicklichkeitsparcours, zielen „Frösche“ in ein Gefäß, „stapeln“ sich auf einem Baumstumpf, Rätseln über Dinge aus dem Wald und stellen zeichnerisch als „Montagsmaler“ die Natur dar. Zwischendurch und nebenbei sind sie ganz mit der Natur verbunden, indem sie den Wald erkunden mit Dingen, die sie als wertvoll für ihre Schatzkiste erachten.

Liebe Kinder, wir haben gesehen, mit wie viel Eifer ihr die Aufgaben bewältigt und den Wald erkundet habt. Das beeindruckt!

Und die Eltern? Liebe Eltern, Sie sind die Unterstützer, die in diesem Abenteuer Ihre Gruppe motivieren, anfeuern, im Zweifel Wege und Lösungen finden oder aber an den „Tankstellen“ für Nachschub sorgen (so lange es möglich ist...).

Das ist wertvoll!

 

Was knurrt denn da?

Tatsächlich mussten die Eltern gegen Mitte des Vormittags eine ungeplante Aufgabe übernehmen. Denn was zunehmend knurrte, waren nicht etwa wilde Tiere, sondern die Mägen unserer Schüler. Leider haben wir Lehrerinnen unterschätzt, wie hungrig die Waldluft und eine Wanderung macht. Nachdem also die Tankstellen „leergegessen“ waren, kam für viele ein Moment der Erschöpfung auf. Oje, wie soll man nur hungrig so viele Aufgaben erledigen? Wie soll der Kopf nur voll werden, wenn der Bauch leer ist? Dieses Rätsel entwickelte sich im Laufe unserer Waldralley zunehmend zum Problem. Aber auch hier zeigte sich wieder, ein „Boni“ lässt sich nicht so schnell unterkriegen und für jedes Problem gibt es eine Lösung...

 

Bonis können viel.

Die Lösung lautete: ermutigen, nicht unterkriegen lassen und Nahrung beschaffen. Manchmal muss man umdenken und flexibel auf Situationen eingehen. Es ereilen mich im laufen des Wald-Vormittags einige Anrufe und Aufrufe: „Frau Korves, wir brauchen „Nachschub.“ „Nur die Ruhe bewahren“, denke ich und mache mich in Absprache mit Frau Grewe auf den Weg. Zusätzlich fährt noch eine andere Mutter los. Innerhalb der nächsten Stunde fahre ich 2 Mal zum Supermarkt und zurück und versorge zwischendurch Kinder und Mütter. Nichtdestotrotz marschieren „unsere Kinder“ scheinbar unermüdlich ihrem Ziel entgegen: alle Stationen schaffen und möglichst viele Punkte als Team sammeln. Ich stelle fest: um 12 Uhr sind alle Bonis wieder am Flugplatz vereint. Die Stimmung ist gelöst. Kinder tollen über die Wiese, einige stärken sich noch an den Brötchen, Bananen oder Würstchen, die noch nachgeliefert wurden. Man spürt gleichermaßen die Erschöpfung und die Erleichterung über die Erreichung des Ziels. Frau Grewe und ihr Team werten die Laufzettel und die Punkte aus. Es wird schnell klar: die Kinder sind außerordentlich stark gewesen (trotz zwischenzeitlichem Hunger). Ich nehme Stimmen wahr: „Das wäre geschafft“ „Das war ein Abenteuer“, „Ohne Brötchen-Nachschub...“, „Also wir haben alle Aufgaben gelöst“, „Das war echt cool“...

Die Siegerehrung erfolgt. Frau Grewe verkündet, wie knapp die Ergebnisse beieinanderliegen und wie deutlich sich der große Einsatz der Gruppen abzeichnet. Na klar, es können nicht alle gewinnen. Aber jeder Einsatz und jedes Kind sind uns wertvoll.

 

Ende gut – alles gut.

Am Ende des Vormittags ist klar:

  • Alle Bonis haben sich außerordentlich stark eingesetzt.
  • Wir sind eindeutig zu Waldexperten geworden und haben zusätzlich erfahren, was man in „der Wildnis“  dringend braucht (Nahrung)
  • Es ist eine Gemeinschaftsleistung: Gemeinsam sind wir stark!

 

Ich erinnere mich an meine Gedanken vom Beginn und stelle fest: „Ja, das war ein guter Tag.

 

Wir danken allen Kindern und Helfern für diesen erlebnisreichen Waldtag!

 

Im Namen des Boni-Teams:

Katharina Korves

 

 

Nachtrag...Take-Offs...Kinderstimmen zur Projektwoche

Eine Auswertung mit den Kindern ergab, dass alle Projekttage Spaß gemacht haben und es viel Interessantes zu entdecken gab. Vielen Kindern hat besonders der Besuch des Jägers und der Waldtag gefallen. Alle Experten haben die Kinder begeistert und eine tolle Arbeit bei uns an der Schulegeleistet.

Wir bedanken uns ausdrücklich dafür!!!

 

Kinderstimmen:

"Es ist im Wald cool gewesen. Der Jäger am Mittwoch hat mi auch sehr gut gefallen. Er hat uns über die Tiere und die Jagd erzählt. Ich hatte die ganze Woche Spaß am Spielen und Lernen." (Theresa)

"Die Projektwoche war toll, weil es so viele Stationen gab und wir keine Hausaufgaben hatten" (Jesse)

"Der Waldtag war für mich der Beste, wie wir viele Aktionen gemacht haben" (Ole)

"Ich habe besonders viel über Bienen, Wald und Moor gelernt" (Samira)

"Wir haben am Freitag im Wald Rehe und Hasen gesehen" (Klasse 3a)