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Zwischen St. Martin und Weihnachten  

In der Schule bricht gerade eine „zauberhafte“ Zeit an. Im November und Dezember planen wir den Schulalltag mit vielen stimmungsvollen Momenten: 

Wir feiern Feste (Sankt Martin, Nikolaus, Adventsfeiern), gestalten einen Vorlesetag mit externen Vorlesern und füllen etliche Keksdosen bei den Backvormittagen der einzelnen Klassen.

 

Die dunkle Jahreszeit lädt zum gemeinsamen Innehalten ein. 

Wir genießen alle diese gemeinsamen Aktionen. Sie sind wie ein Kraftquell inmitten des insgesamt sehr straffen und oft fordernden Schulvormittags. Mal raus aus dem Alltagsstress. Wer wünscht sich das nicht? Mal in Ruhe eine Geschichte lesen, sich gemeinsam auf ein nahendes Fest freuen, den Klassenraum stimmungsvoll gestalten mit neuen Fensterbildern, einen Adventskalender gestalten... und öffnen!!!

Im Herbst, wenn die Tage dunkler werden, darf das einfach nicht fehlen. Kinder freuen sich darüber, unabhängig von ihrem kulturellen oder religiösen Hintergrund. Warum? Ich glaube, in erster Linie weil sie gerne Vor/Freude teilen. Und weil sie es schätzen, wenn man sich Zeit für sie bzw. füreinander nimmt. Wir Lehrerinnen setzen dies im Schulalltag zum Beispiel so um, indem wir morgens eine Kerze anzünden und etwas Vorlesen. Oder kleine „Achtsamkeits-Rituale“ durchführen. Da wäre zum Beispiel die „warme Dusche“:

In diesem Ritual werden einem Kind von allen Klassenkameraden warme, freundliche Worte vorgetragen bzw. „geschenkt“. Es ist immer sehr schön wahrzunehmen, wie wertvoll jedes einzelne Kind für die Klassenkameraden ist.

 

Wer viel Gas gibt, muss zwischendurch auch auf die Bremse drücken.

Die Motoren in unserer Schule (Kinder, Lehrerinnen, alle MitarbeiterInnen)  sind eigentlich immer fleißig in „Betrieb“. Man will ja immer weiter kommen, von einem Ziel zum nächsten. Schule und Bildung sind ein immerwährender Kreislauf, es geht immer weiter. Da steckt eine gewaltige Antriebskraft drin. DAS ist für mich ganz faszinierend: Wozu (kleine und große) Menschen doch so fähig sind, wenn man mal auf die Gesamtheit ihrer Leistungen und Entwicklungspotentiale schaut. 

Aber: es braucht Pausen, um immer wieder neu durchstarten zu können. Manchmal muss man innehalten. Deshalb:

 

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Ich finde, die Monate November und Dezember MUSS man einfach nutzen, um den Zauber der Feste und Feiern, der Vorweihnachtszeit und der Gemeinschaft aufzusaugen. 

In der Schule versuchen und machen wir dies ganz bewusst. Für die Kinder und uns. Es ist und tut gut. Und wie sagte nicht schon Erich Kästner:

„Es gibt nichts GUTES. Außer, man tut es.“

Also: Machen Sie es sich schön. Und GUT!

 

Eine gute, warme, ruhige und einfach zauberhafte Zeit wünscht euch Kindern und allen großen Lesern...

 

 ...im Namen des Boni-Teams,

 

Katharina Korves