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Der Weg in die Normalität

ENDLICH. So dachten am 4. Mai wohl die allermeisten Boni-Kids des 4. Jahrgangs. Endlich wieder Schule.

 

Wer hätte gedacht, dass die Sehnsucht nach Schulalltag einmal so groß sein würde.

Als am Montag die ersten Kinder wieder zur Schule kommen durften, spürte man geradezu die große Erleichterung über dieses Privileg. Denn es ist keine Selbstverständlichkeit, die Mehrheit der Kinder muss noch zuhause bleiben. Und hat damit auch noch keinen unmittelbaren Austausch mit der Lehrerin oder Klassenkameraden. Kann noch nicht in altgewohnten Strukturen lernen. Sondern ist noch im „Homeoffice“ und somit auch noch von Alldem abgegrenzt.

 

Man weiß erst, was man hat(te), wenn man es vermisst.

 

Dieser Spruch bekommt in diesen verrückten Corona-Zeiten eine sehr tiefe Bedeutung. Ich glaube, dass gerade das Vermissen eine große und nicht zu unterschätzende Rolle spielt.

 

Frau Grewe hat in den ersten Schultagen eine Umfrage gemacht. Die nachfolgenden Äußerungen berichten, was einige 4.-Klässler besonders vermisst haben (und viele der übrigen Boni-Kids, die noch zuhause sind, bestimmt nach wie vor tun):

  • mit Freunden treffen
  • ins Dorf fahren
  • Fußball, Handball im Verein
  • die Schule allgemein

All diese genannten Aspekte zeugen von einem wichtigen Faktor: Kinder brauchen - wie alle Menschen - vor allen Dingen soziale Kontakte. Das ist einer der zentralen Aspekte für (psychische) Gesundheit. Es ist also aus meiner Sicht eine absolute Herausforderung bis Katastrophe, isoliert zuhause bleiben und jegliche soziale Kontakte meiden zu müssen. Kinder leiden darunter über kurz oder lang. Und es ist für Eltern nicht einfach, neben Homeoffice und allen haushaltlichen Aufgaben auch die Kinder zu beschulen und bei Laune zu halten. Puuuh, ganz schon viel. Wir verstehen und erleben also ALLE:

 

Es ist nicht einfach. Und trotzdem: Durchhalten ist die Devise.

 

In Anbetracht der anstehenden, geplanten Lockerungen entsteht neue Motivation zum Durchhalten. Man hat einen Plan, es gibt Hoffnung. Es ist nicht mehr so unwahrscheinlich, dieses geliebte „alte Leben“ zurück zu kriegen. Na klar, zumindest für dieses Jahr müssen wir alle mit Veränderungen und Einschränkungen rechnen. Die Boni-Kids, die nun schon erste Lockerungen genießen, erleben in diesem Zusammenhang Folgendes:  Es sind noch nicht alle Kinder zurück; der Schulalltag hat sich verändert; die AG´s und auch andere Freizeitaktivitäten können noch nicht stattfinden, Feste (wie das Zirkusfest) dürfen noch nicht gefeiert werden. Dies sind Entbehrungen, die weh tun. Und Trotzdem: es ist besser und „gesünder“, den Blick auf all das zu richten, was schön und in greifbarer Nähe ist. Oder was gerade jetzt trotz allem eine Bereicherung ist. Hierin liegt der Begriff Demut begründet.

 

Demut bedeutet Dankbarkeit...und in DeMut steckt MUT!

 

Es hilft, sich die schönen Aspekte immer wieder vor Augen zu führen. Kinder können das gut, da Kinder noch mehr als Erwachsene im Moment leben und damit eine andere Erfahrungsintensität haben. Das ist etwas ganz Wertvolles. So konnte Frau Grewe auf die Frage danach, was gut war und ist in der Corona-Zeit, viele Antworten notieren:

 

  • Projekte im Garten (Terrasse, Hochbeet, Holzhütte, etc.)
  • Mit der Familie spazieren gehen
  • Emslandkiesel gestalten, suchen, etc.
  • Mit den Eltern backen und kochen
  • Gesellschaftsspiele spielen, Filme sehen
  • Lange aufbleiben und ausschlafen

Ich finde, diese Liste zeugt von Dankbarkeit über schöne gemeinsame „Familiendinge“ und macht Mut für die kommenden Zeiten. Und sie werden kommen, die guten oder besseren Zeiten, davon bin ich zutiefst überzeugt. Die befragten Kinder freuen sich besonders auf folgende Dinge: das Training im Sportverein und gemeinsam in der Schule lernen.

 

Das ist doch realistisch, das sind doch schöne Ziele! Bleiben wir also fokussiert und positiv auf unserem Weg in die Normalität, und freuen wir uns über die kleinen und unschätzbar schönen Lockerungen. Alles wird gut!

 

Es grüßt herzlich im Namen des Boni-Teams

 

Katharina Korves